Zurück   Echte-Abzocke.de > Weitere Themen > Gerichtsurteile

Jetzt kostenlos registrieren. Mitglieder surfen ohne Werbung auf Echte-Abzocke.de!

Antwort

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 17.03.2010, 14:59   #1 (permalink)
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von schnippewippe
 
Registriert seit: 30.08.2009
Beiträge: 10.427
Standard Widersprüchlichkeit bei Abofallen wächst

Ich stelle den Link zum Bericht hier auch mal ein.

Widersprüchlichkeit bei Abofallen wächst

[QUOTE]Zeigt uns das doch ,wie verschieden man in der Rechtsprechung die ganze Sache ( Abzocke / Betrug ) sieht.
Erstattungsanspruch "" Kunden"" klagen auf Erstattungsanspruch der Kosten für ihren Anwalt.
Zitat:
Nachdem im Jahre 2009 das Amtsgericht Karlsruhe vorpreschte und einen Erstattungsanspruch gegen den Rechtsanwalt des Abofallenbetreibers bejahte (Urteil vom 12.08.2009 - 9 C 93/09), traute sich auch das Landgericht Mannheim (Urteil vom 14.01.2010 - 10 S 53/09), ein „fahrlässiges Verhalten" beim Betreiber festzustellen und den Erstattungsanspruch zu bestätigen.

In einer ganz aktuellen Entscheidung des Amtsgerichts Marburg klagte der Verbraucher sowohl gegen den Abofallenbeteiber als auch gegen den diesen vertretenden Rechtsanwalt. Das Gericht bestätigte in seinem Urteil (08.02.2010 - 91 C 981/09) den Erstattungsanspruch, da dem Betreiber ein versuchter Betrug und dem Rechtsanwalt eine Beihilfe zum versuchten Betrug vorzuwerfen sei.
Die Zivilgerichtsbarkeit änderte damit ihre grundsätzliche Ansicht zu diesem weit verbreiteten Problem für viele Verbraucher.

Dagegen prüfen die Staatsanwaltschaften tausende von Strafanzeigen gegen Abofallenbetreiber und deren Rechtsanwälte.


Zitat:
Aus einer aktuellen Pressemeldung von Mitte März 2010 wird deutlich, dass die Staatsanwaltschaften die Überzeugung der Zivilgerichtsbarkeit (noch) nicht teilen. Die Staatsanwaltschaft München stellte nun das Ermittlungsverfahren gegen eine einschlägig bekannte Münchener Rechtsanwältin ein............................................... .......................

Die Internetseiten zweier Firmen (für die die Rechtsanwältin Forderungen einzog) würden „bei zumutbarer Aufmerksamkeit ein hinreichend wahrnehmbaren Kostenhinweis zeigen". Dadurch sei der Vorwurf der Täuschung über die Kostenpflichtigkeit nicht haltbar........................................... .................
Zitat:
Dagegen wirkt die Entscheidung des AG Marburg (s.o.) wie das genaue Gegenteil:Er hätte als Rechtsanwalt und Organ der Rechtspflege erkennen können, dass er eine offensichtliche Nichtforderung für den „Abofallen"-Betreiber geltend macht."
Wie dieser Gegensatz einem geschädigten Verbraucher zu erklären sein soll, bleibt fraglich.

Das sind alles Ausschnitte aus dem Bericht im Link.
---------------------------------------------------
Ich finde das die Vertreter für das Zivilrecht und Strafrecht sich endlich mal alle einig werden sollten , ob die Kosten als versteckt angesehen werden oder nicht. So wird das ja nie was.
__________________
Foren Regeln !

Verbraucherzentrale erklärt was bei Zeitungsabo PVZ zu tun ist.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitr...Abo-Abzocke%3F

Musterbriefe von der Verbraucherzentrale
http://www.verbraucherzentrale-rlp.d...nk618091A.html


Musterbrief für die Bank


Musterbrief Telefonandieter unberechtigte Forderung
http://www.vz-bawue.de/mediabig/143521A.pdf

Geändert von schnippewippe (17.03.2010 um 15:26 Uhr)
schnippewippe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2011, 12:47   #2 (permalink)
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 30.08.2010
Beiträge: 882
Standard AW: Widersprüchlichkeit bei Abofallen wächst

Für die Widersprüchlichkeit scheint ein Ende in Sicht zu sein:

OLG Frankfurt: Abofallen sind Betrug
Niclas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2011, 10:51   #3 (permalink)
Super-Moderator
 
Registriert seit: 12.09.2009
Beiträge: 2.628
Standard AW: Widersprüchlichkeit bei Abofallen wächst

Zitat:
Zitat von Niclas Beitrag anzeigen
Die Medien haben das Thema schnell aufgegriffen.
"Oberlandesgericht Frankfurt + 1 Ws 29/09"

Und wie es oft ist,es gibt auch kleine Wermutstropfen:
Zitat:
Den Seitenbetreibern drohen damit Haftstrafen von mindestens sechs Monaten.
Quelle&mehr: Süddeutsche.de
__________________
.
Da einige Hinweise nichts fruchten.....
Wer fremde eMails veröffentlicht...wird für 1 Woche gesperrt.
Wer Klarnamen verwendet....wird für 1 Woche gesperrt.
Wer "böse" Wörter benutzt....wird für 1 Woche gesperrt
Update:>> Hier lesen

.................
Manchmal staune ich Bauklötze,und baue ein Wolkenhaus.
Ich staune weiter und komme nicht mehr raus.

....................

Geändert von De kleine Eisbeer (12.01.2011 um 10:53 Uhr)
De kleine Eisbeer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2011, 11:38   #4 (permalink)
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 30.08.2010
Beiträge: 882
Standard AW: Widersprüchlichkeit bei Abofallen wächst

Zitat:
Zitat von De kleine Eisbeer Beitrag anzeigen
Und wie es oft ist,es gibt auch kleine Wermutstropfen:
Der größte Wermutstropfen ( eigentlich ein ganzes Fass) ist, dass es über fünf
Jahre gedauert hat, bis sich die ( eine einzige bisher!) Strafjustiz zu diesem
Schritt und Erkenntnis hat durchringen können.
Niclas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2011, 13:27   #5 (permalink)
Super-Moderator
 
Registriert seit: 12.09.2009
Beiträge: 2.628
Standard AW: Widersprüchlichkeit bei Abofallen wächst

Hier einmal der Beschluss vom Landgericht Frankfurt/Main (v. 05.03.2009 Az. 5/27 Kls12 /08)

Zitat:
90 Mag das Verhalten der Anschuldigten auch sozialethisch fragwürdig, verbraucherfeindlich sowie zivilrechtlich und wettbewerbsrechtlich – wie sich auch aus den insoweit ergangenen zivilrechtlichen Entscheidungen ergibt – angreifbar sein, und sich zudem in einer rechtlichen Grauzone bewegen, ein strafrechtlich relevantes Verhalten ist hierin jedoch – jedenfalls im Rahmen der vorliegend angeklagten Fallkonstellationen, bei denen die Nutzer die Leistung tatsächlich in Anspruch genommen haben – nicht zu sehen.

Quelle&mehr:Hessenrecht/Landesrechtsprechungsdatenbank
__________________
.
Da einige Hinweise nichts fruchten.....
Wer fremde eMails veröffentlicht...wird für 1 Woche gesperrt.
Wer Klarnamen verwendet....wird für 1 Woche gesperrt.
Wer "böse" Wörter benutzt....wird für 1 Woche gesperrt
Update:>> Hier lesen

.................
Manchmal staune ich Bauklötze,und baue ein Wolkenhaus.
Ich staune weiter und komme nicht mehr raus.

....................

Geändert von De kleine Eisbeer (17.01.2011 um 09:30 Uhr)
De kleine Eisbeer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2011, 14:27   #6 (permalink)
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 30.08.2010
Beiträge: 882
Standard AW: Widersprüchlichkeit bei Abofallen wächst

Wen ich, das für Zitat: "sozialethisch fragwürdig, verbraucherfeindlich" halte,
will ich besser nicht posten....
Niclas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2011, 09:06   #7 (permalink)
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von schnippewippe
 
Registriert seit: 30.08.2009
Beiträge: 10.427
Standard AW: Widersprüchlichkeit bei Abofallen wächst

Hier auch mal miteinstellen.

Der Beschluss ist übrigens mittlerweile im Volltext zu lesen und trotz seiner Länge durchaus lesenswert.

OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 17. Dezember 2010 - Az. 1 Ws 29/09 - openJur
__________________
Foren Regeln !

Verbraucherzentrale erklärt was bei Zeitungsabo PVZ zu tun ist.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitr...Abo-Abzocke%3F

Musterbriefe von der Verbraucherzentrale
http://www.verbraucherzentrale-rlp.d...nk618091A.html


Musterbrief für die Bank


Musterbrief Telefonandieter unberechtigte Forderung
http://www.vz-bawue.de/mediabig/143521A.pdf
schnippewippe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2011, 18:23   #8 (permalink)
Super-Moderator
 
Registriert seit: 12.09.2009
Beiträge: 2.628
Standard AW: Widersprüchlichkeit bei Abofallen wächst

Und wieder einmal ein verbraucherfreundliches Urteil.

Das Anklicken bestimmter Felder im Internet begründet nicht automatisch einen Vertrag und damit einen Zahlungsanspruch. Das hat das Amtsgericht Frankfurt in einem am Freitag bekannt gewordenen Urteil festgestellt (AZ 32 C 1742/10-48).
Quelle&mehr:Gericht stoppt Abzocke im Internet - «Kein Vertrag»

Amtsgericht Frankfurt..... Da ist der Kreis der üblichen Verdächtigen nicht so gross.
__________________
.
Da einige Hinweise nichts fruchten.....
Wer fremde eMails veröffentlicht...wird für 1 Woche gesperrt.
Wer Klarnamen verwendet....wird für 1 Woche gesperrt.
Wer "böse" Wörter benutzt....wird für 1 Woche gesperrt
Update:>> Hier lesen

.................
Manchmal staune ich Bauklötze,und baue ein Wolkenhaus.
Ich staune weiter und komme nicht mehr raus.

....................

Geändert von De kleine Eisbeer (25.01.2011 um 07:01 Uhr)
De kleine Eisbeer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2011, 19:12   #9 (permalink)
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 30.08.2010
Beiträge: 882
Standard AW: Widersprüchlichkeit bei Abofallen wächst

Leider wird nicht berichtet, warum und wie es zu diesem Prozess gekommen ist.
Normalerweise sind die Abofallensteller eigentlich sehr klageunwillig.

Die Urteile auf den Jubelseiten der Branche kann man dabei durch die Bank nicht werten.
Niclas ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are an
Pingbacks are an
Refbacks are aus


Wichtig: Nach Rechtsberatungsgesetz darf nur ein zugelassener Rechtsanwalt eine Rechtsberatung
im Einzelfall durchführen. Diskutiert daher bitte nur allgemeine Rechtsfragen in unserem Forum.


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 17:21 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, vBulletin Solutions, Inc.

Content Relevant URLs by vBSEO 3.3.2