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Alt 21.03.2016, 15:36   #1 (permalink)
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Beiträge: 6
Standard centrobill/fainmount

Hallo liebes Forum

Ich wende mich heute mit einem Problem an euch. Ich habe schon viel im Internet recherciert, möchte aber nochmal eure Meinung haben.

Ich habe auf der Seite .....germang**girls.com....eine 2 tägiges abbo für 1,99 abgeschlossen. Dies wurde natürlich automatisch verlängert, obwohl ich es vorher gekündigt habe. das kann ich natürlich nicht beweisen.

Der Dienstleister centrobill, hat eine Zahlung in Höhe von 39,95 von meinem Konto abgebucht. Der Lastschrift habe ich wiedersprochen. Auf EMails reagiert das Unternehmen nicht.

Heute kam die folgende EMail an:

__________________________________________________ ___________

Sehr geehrte Dame,
sehr geehrter Herr,

Sie haben bei unserer Auftraggeberin, die sich aus dem nachfolgend angehängten Schreiben
ergibt, eine Dienstleistung in Anspruch genommen, ohne zu bezahlen. Einzelheiten zu diesem
Angebot und zur Höhe des geschuldeten Betrages entnehmen Sie ebenfalls dem angehängten
Aufforderungsschreiben.

Die Zustellung unseres Mahnschreibens an die von Ihnen bei der Nutzung des
Onlineangebotes angegebene Adresse war nicht möglich. Sollten Sie vorsätzlich bei der
Inanspruchnahme der Dienstleistung falsche Kontaktdaten eingegeben haben, so könnten Sie
sich des sogenannten Eingehungsbetruges gemäß § 263 Strafgesetzbuch strafbar gemacht
haben. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Auftraggeberin die IP Adresse Ihres
bei der Anmeldung verwendeten PCs mitgeloggt hat und die Staatsanwaltschaft mittels dieser
und Ihrer Mail-Adresse eine Adressermittlung vornehmen kann.

Wir geben Ihnen hiermit letztmals Gelegenheit den geforderten Betrag unter Angabe des
unten genannten Aktenzeichens binnen 8 Tagen nach Zugang dieser E-Mail auf unser Konto
zu überweisen. Gegebenenfalls können Sie den Forderungsbetrag in monatlichen Raten
begleichen. Beachten Sie bitte, dass eine Zahlung ohne Angabe des Aktenzeichens nicht
zugeordnet werden kann!

Mit freundlicher Empfehlung

Fairmount GmbH

Grimmaische Straße 78
04720 Döbeln/Dresden

Telefon: 01805 05 16 65 *
Telefax: 01805 05 16 75 *
* Festnetzpreis 14 ct/min; Mobilfunkpreise maximal 42 ct/min

inkasso*fairmount.de

Bankverbindung:
Postbank AG
IBAN: DEXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
BIC: PBXXXXXXX




__________________________________________________ ___________
Text der bereits per Post übersandten, aber nicht zustellbaren Zahlungsaufforderung
__________________________________________________ _____________________________________

Sehr geehrter Herr XXXXXXX,

wir zeigen Ihnen an, dass wird die Firma Centrobill Ltd., 21 Wiltshire Close, GB-WA1 4DA Warrington, vertreten.

Sie haben das von unserer Mandantin vertriebene Erotikangebot germangoogirls.com gebucht, ohne die
vereinbarte Vergütung hierfür zu entrichten. Bei der Buchung wurden der von Ihnen gewählte
Username sowie Ihre Emailadresse xxxxxxxxxx@web.de von unserer Mandantschaft
erfasst. Auch die IP Adresse Ihres Computers, der bei der Buchung verwendet wurde, konnte
mitgeloggt werden.

Sie schulden die fällige Vergütung in Höhe von EUR 39,95 zuzüglich Mahngebühr, Bankspesen
und Zinsen in Höhe von EUR 10,00. Einschließlich unserer Kosten in Höhe von EUR 40,50
haben Sie einen fälligen Betrag von insgesamt EUR 90,45 zu bezahlen.

Wir haben Sie aufzufordern, diesen Betrag unter Verwendung des anhängenden Überweisungsformulars
bis spätestens 31.03.2016 zu überweisen. Halten Sie diese Frist unbedingt ein!

Nach Zahlungseingang werden wir die Angelegenheit abschließen und die Akte zur Ablage bringen.
Andernfalls wären wir gezwungen, den Vorgang unmittelbar an eine auf die Geltendmachung und
Durchsetzung von Forderungen spezialisierte Anwaltskanzlei abzugeben.
Hierdurch werden erheblich weitere Kosten in Form von Anwaltshonorar, Gerichtskosten und
Gerichtsvollziehergebühren auf Sie zukommen und Sie müssen, soweit die Vorschriften des BDSG
erfüllt sind, unter Umständen mit einer Meldung an die SCHUFA rechnen.

Mit freundlicher Empfehlung

Fairmount GmbH
__________________________________________________ ___________




Hier mein Antwortschreiben:



Sehr geehrte Damen und Herren

Gegen Ihre Forderung widerspreche ich!

Aus welchem Grund soll diese Mahnschreiben genau an mich gesendet werden? Nur weil hier eine 2 tägige Probemitgliedschaft abgeschlossen wurde, bedeutet dies nicht, das anschließend, das Abo verlängert wird. Dies ist laut deutscher Rechtsprechung nicht zulässig. (AG Düsseldorf, Urteil vom 16.05.2007 - 41 C 1538/07).

Zitat: "1. Wer ein Probeabonnement (hier: für ein Internet-Angebot) abschließt, muss nicht damit rechnen, dass für den Fall, dass er nicht kündigt, sich der Vertrag - praktisch automatisch - fortsetzt (verlängert - hier: um jeweils 30 Tage). Dies gilt jedenfalls dann, wenn nicht ausdrücklich (außerhalb der AGB) auf eine "automatische Verlängerung" nach Ablauf des Probezeitraums hingewiesen worden ist."

Genau so ist es auf der angegebenen Seite vorzufinden. Hierzu habe ich Ihnen einen Screenshot beigefügt. Hier ist ganz klar kein Hinweis auf eine Abo, welches mehr als 2 Tage läuft, zu finden.

Hilfsweise erkläre ich die Anfechtung einer etwaigen vertragsbezogenen Willenserklärung, weil von mir lediglich eine testweise Nutzung, mit einemBetrag von 1,99,- gewollt war und kein kostenpflichtiges Abbonement.

Schließlich mache ich hilfsweise auch von meinem Widerrufsrecht aus §§ 312d, 355 ff. BGB Gebrauch. Da eine den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Widerrufsbelehrung in Textform nicht erteilt worden ist, ist der Widerruf auch nicht durch Fristablauf ausgeschlossen.

Des weiteren hatte der Dienstleister "Centrobill", keine Einzugsermächtigung für die Abbuchung anderer Beiträge, ausgenommen 1,99,- für die Probemitgliedschaft. Trotzdem wurde abgebucht.

Außerdem wurde nach Abbuchung eines Beitrages von 39,95,- versucht, die Frage des "Wieso" mit der Firma "Centrobill" selber zu klären. Leider liegt bis heute keine Antwort auf Support anfrage vor. Bestätigungen über den Eingang der Mails an den Support, sogenannte "Ticket's", liegen an der Zahl, 4!!!!!!! vor. Diese sind selbstverständlich archiviert. Wieso erhalte ich hier keine Antwort?

Sollte tatsächlich, bei der Anmeldung, eine falsche Adresse angegeben worden sein, was stark bezweifelt werden kann, ist dies mit Sicherheit nicht vorsätzlich geschehen.

Ich setze Ihnen für die Antwort zu diesem Schreiben eine Frist von 5 Arbeitstagen. Des weiteren fordere ich einen persönlichen Ansprechpartner. Antworten ohne persönlichen Ansprechpartner, werden als standardisierte, Rundmails bewertet und nicht weiter bearbeitet.

Sollte ich nicht fristgerechte Antwort erhalten, sehe ich die Sache als erledigt an.


Ich verbleibe mit freundlichem Gruß

__________________________________________________ ___________

Was meint Ihr dazu? Bitte bitte bitte bitte helft mir!

Geändert von kruemeltee (22.03.2016 um 12:53 Uhr) Grund: Link nicht anklickbar gemacht.
chriser55 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 12:51   #2 (permalink)
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Zum Glück ist der Link zu der Seite weg. Nee das ist nichts was man hier einstellen sollte.

Zitat:
Sollte tatsächlich, bei der Anmeldung, eine falsche Adresse angegeben worden sein, was stark bezweifelt werden kann, ist dies mit Sicherheit nicht vorsätzlich geschehen.
Das würde ich nicht mitteilen.
Wenn ich ein Testabo eingehe und ich meine E-mail-Adresse und meine Bankdaten mitteilte, hätten sie ja das Geld für die Testzeit abbuchen können.
Die Adresse brauchen die doch nur, weil sie das mit der Verlängerung in der AGB versteckt haben.
Zitat:
BGH-Urteil: Abo-Fallen im Internet sind versuchter Betrug 2014

Die Betreiber von sogenannten Abo-Fallen im Internet machen sich wegen versuchten Betrugs strafbar und müssen mit einer Haftstrafe rechnen, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Donnerstag in Karlsruhe veröffentlichten Grundsatzurteil. (Az. 2 StR 616/12)

Im verhandelten Fall hatte der Angeklagte verschiedene kostenpflichtige Internetseiten wie beispielsweise einen Online-Routenplaner betrieben. Bei dem Routenplaner war es für flüchtige Nutzer nur sehr schwer erkennbar, dass sie sich mit der Nutzung zum Abschluss eines dreimonatigen Abonnements für knapp 60 Euro verpflichteten. ...........................weiter im link
Das Jugendschutzgesetz wird nicht eingehalten. Da kann jedes Kind reingehen.
Also ich als Mutter hätte was dagegen, wenn meine Kinder auf diese Seite gelangen.

Zitat:
Wirksamer Jugendschutz gegen Pornoseiten | Multimedia
Denn mit der Alterskontrolle soll durchgesetzt werden, was seit gut vier Jahren im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag steht. Danach sind Pornoseiten nur erlaubt, wenn "sichergestellt" ist, dass nur Erwachsene darauf Zugriff haben. Die Anbieter müssen sogenannte geschlossene Benutzergruppen bilden; rein darf nur, wer mindestens 18 ist.

Weil der virtuelle Wächter aber nicht erkennen kann, wer am Bildschirm sitzt, geht es aus Sicht des BGH nicht ohne Gesichtskontrolle. An irgendeinem Punkt des Prüfverfahrens muss der Nutzer sein Gesicht zeigen, sei es gegenüber einem Postzusteller im Post-Ident-Verfahren oder, wie bei Vodafone, im Shop eines Unternehmens. Die "Eintrittskarte" kommt dann später als USB-Stick oder Chipkarte mit persönlichen Nutzerdaten, vielleicht auch als Adult-PIN oder Kennwort.............................
noch ein Link Erotikseiten im Internet - BGH verlangt wirksamen Jugendschutz - Digital - Sddeutsche.de
Schicke das Schreiben mit Einwurf-Einschreiben. Mit Übergabe, kann die Annahme verweigert werden.
Du kannst dir hier die Einwurfbestätigung ausdrucken.
__________________

Musterbrief Telefonanbieter unberechtigte Forderung

http://www.vz-bawue.de/mediabig/143521A.pdf

Musterbriefe von der Verbraucherzentrale
http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/link1120905A.html

Bundesnetzagentur - Rufnummernmissbrauch
http://www.bundesnetzagentur.de/DE/S...auch-node.html

Geändert von kruemeltee (22.03.2016 um 13:02 Uhr) Grund: Link vergessen
schnippewippe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 13:29   #3 (permalink)
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Hallo.

Dank für die Antwort. Sorry erstmal das ich die Adresse zur Seite nicht unkenntlich gemacht habe. Ich Habs vergessen.

Gut das mit der Adresse nehme ich raus.

Zum abbuchen nochmal: die 1,99 wurden abgebucht. Anschließend auch 39,95,- nur dieser Abbuchung habe ich widersprochen.

Soll ich hier das Urteil, Welches du aufführst, mit dem Betrug noch in dem Brief benennen?

Das mit Einwurf einschreiben ist klar. Aber dann haben die ja meine Adresse? Kann mir dies bezüglich nochmal jemand helfen bitte?

Danke schonmal.
chriser55 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 16:47   #4 (permalink)
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Standard AW: centrobill/fainmount

Was ich aus meinen Erfahrungen machen würde.

Ich würde beide Urteile vom BGH mitschicken.
Das mit der Abzocke und mit dem Jugendschutz. Der BGH ist ja noch über unsere Gerichte.
Ich würde auch ruhig mitteilen, dass ich wenn weiter Geld gefordert wird, ich Anzeige wegen versuchten Betrug stellen werde.

Ich finde es unmöglich, dass Kinder kein Problem haben, sich da umzusehen.

Wenn die meine Adresse nicht haben, würde ich bei deren E-mail auf Antwort klicken und den Brief als Antwort schicken. Alles Ausdrucken. Sollte dir ein Anwalt dann per E.-mail eine Zahlungsaufforderung schicken, ( musste mit rechnen) würde ich mitteilen, dass ich dieses Abo nicht abgeschlossen habe. Meine Schreiben müssen ihm ja vorliegen.
__________________

Musterbrief Telefonanbieter unberechtigte Forderung

http://www.vz-bawue.de/mediabig/143521A.pdf

Musterbriefe von der Verbraucherzentrale
http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/link1120905A.html

Bundesnetzagentur - Rufnummernmissbrauch
http://www.bundesnetzagentur.de/DE/S...auch-node.html

Geändert von schnippewippe (22.03.2016 um 16:51 Uhr)
schnippewippe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2016, 20:55   #5 (permalink)
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Standard AW: centrobill/fainmount

@schnippewippe vielen Dank schonmal!

Hier nun mein überarbeiteter Antwortbrief:


Sehr geehrte Damen und Herren

Gegen Ihre Forderung widerspreche ich!

Aus welchem Grund soll diese Mahnschreiben genau an mich gesendet werden? Nur weil hier eine 2 tägige Probemitgliedschaft abgeschlossen wurde, bedeutet dies nicht, das anschließend, das Abo abgeschlossen wird. Dies ist laut deutscher Rechtsprechung nicht zulässig. (AG Düsseldorf, Urteil vom 16.05.2007 - 41 C 1538/07).

Zitat: "1. Wer ein Probeabonnement (hier: für ein Internet-Angebot) abschließt, muss nicht damit rechnen, dass für den Fall, dass er nicht kündigt, sich der Vertrag - praktisch automatisch - fortsetzt (verlängert - hier: um jeweils 30 Tage). Dies gilt jedenfalls dann, wenn nicht ausdrücklich (außerhalb der AGB) auf eine "automatische Verlängerung" nach Ablauf des Probezeitraums hingewiesen worden ist."

Genau so ist es auf der angegebenen Seite vorzufinden. Hierzu habe ich Ihnen einen Screenshot beigefügt. Hier ist ganz klar kein Hinweis auf eine Abo, welches mehr als 2 Tage läuft, zu finden.

Hilfsweise erkläre ich die Anfechtung einer etwaigen vertragsbezogenen Willenserklärung, weil von mir lediglich eine testweise Nutzung, mit einemBetrag von 1,99,- gewollt war und kein kostenpflichtiges Abbonement.

Schließlich mache ich hilfsweise auch von meinem Widerrufsrecht aus §§ 312d, 355 ff. BGB Gebrauch. Da eine den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Widerrufsbelehrung in Textform nicht erteilt worden ist, ist der Widerruf auch nicht durch Fristablauf ausgeschlossen.

Des weiteren hatte der Dienstleister "Centrobill", keine Einzugsermächtigung für die Abbuchung anderer Beiträge, ausgenommen 1,99,- für die Probemitgliedschaft. Trotzdem wurde abgebucht.

Anscheinend handelt es sich hier um eine sogenannte "Abofalle" Diesbezüglich gibt es ein Grundsatzurteil vom BGH (Az. 2 StR 616/12).

Sollten weiter Zahlungsaufforderungen eingehen, wird unverzügliche eine Anzeige wegen versuchten Betruges eingeleitet.

Ich setze Ihnen für die Antwort zu diesem Schreiben eine Frist von 5 Arbeitstagen. Des weiteren fordere ich einen persönlichen Ansprechpartner. Antworten ohne persönlichen Ansprechpartner, werden als standardisierte, Rundmails bewertet und nicht weiter bearbeitet.

Sollte ich nicht fristgerechte Antwort erhalten, sehe ich die Sache als erledigt an.


Ich verbleibe mit freundlichem Gruß

Anlage
Screenshot
__________________________________________________ ___-

Ist das ok so? Wo kann ich die beiden Urteile
AG Düsseldorf, Urteil vom 16.05.2007 - 41 C 1538/07
Az. 2 StR 616/12
finden? Am liebsten auf einer ofiziellen Seite!?

Den Brief und den Screenshot, sowie die Urteile erstelle ich als PDF, dann sende ich diese als Email.

Wenn ich einen Brief erstelle müsste ich normalerweise als Briefkopf meine Anschrift einfügen. Wie löse ich diese Problem?

Vilen Dank schonmal

Geändert von chriser55 (22.03.2016 um 20:57 Uhr)
chriser55 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2016, 01:09   #6 (permalink)
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Wie ich es schreiben würde

Datum

Betreff: Mahnung vom Datum für die Webseite Erotikangebot …………. Kundennummer.? Wenn du eine hast.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bezug nehmend auf Ihre E-Mail vom …….., teile ich Ihnen mit, dass eine Zahlung des Betrages nicht erfolgen wird.
Es gibt keinen Grund ein Mahnschreiben an mich zu senden ! Nur weil hier eine 2- tägige Probemitgliedschaft abgeschlossen wurde, bedeutet dies nicht, dass es anschließend in ein teures Abo übergeht. Gerichte haben entschieden, dass bei versteckten Kosten für das Opfer keine Zahlungspflicht besteht. Ist für den Verbraucher nicht auf den ersten Blick erkennbar, wieviel er wofür bezahlen muss oder wie lange er sich vertraglich bindet, ist der Vertrag in der Regel unwirksam. Dies betrifft insbesondere so genannte überraschende Klauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).
Beispiel : (AG Düsseldorf, Urteil vom 16.05.2007 - 41 C 1538/07).
Zitat: "1. Wer ein Probeabonnement (hier: für ein Internet-Angebot) abschließt, muss nicht damit rechnen, dass für den Fall, dass er nicht kündigt, sich der Vertrag - praktisch automatisch - fortsetzt (verlängert - hier: um jeweils 30 Tage). Dies gilt jedenfalls dann, wenn nicht ausdrücklich (außerhalb der AGB) auf eine "automatische Verlängerung" nach Ablauf des Probezeitraums hingewiesen worden ist."

Genau so ist es auf der angegebenen Seite vorzufinden. Hierzu habe ich Ihnen einen Screenshot beigefügt. Hier ist kein deutlicher Hinweis auf eine Aboverlängerung nach Ablauf des 2-tägigen Probezeitraums zu finden.
Hier handelt es sich um eine sogenannte "Abofalle" Diesbezüglich gibt es ein Grundsatzurteil vom BGH (Az. 2 StR 616/12).

Hilfsweise erkläre ich die Anfechtung wegen Täuschung nach § 123 BGB und Irrtum nach § 119 BGB weil von mir lediglich eine testweise Nutzung mit einem Betrag von 1,99 € gewollt war und kein verstecktes teures kostenpflichtiges Abonnement.

Schließlich mache ich auch hilfsweise von meinem Widerrufsrecht aus §§ 312d, 355 ff. BGB Gebrauch. Da eine den gesetzlichen Vorgaben entsprechende Widerrufsbelehrung in Textform nicht erteilt worden ist, ist der Widerruf auch nicht durch Fristablauf ausgeschlossen.

Des Weiteren hatte der Dienstleister "Centrobill", nur eine Einzugsermächtigung über 1,99 € für die Probemitgliedschaft. Darum wurde die unberechtigte Abbuchung von 39,95 € von meiner Bank wieder zurück geholt.

Sollten weiter Zahlungsaufforderungen eingehen, wird unverzügliche eine Anzeige wegen versuchten Betruges eingeleitet.
Ich setze Ihnen für die Antwort zu diesem Schreiben eine Frist von 5 Arbeitstagen.
Sollte ich nicht fristgerechte Antwort erhalten, sehe ich die Sache als erledigt an.

************************************************** *******
Das würde ich nicht mitteilen.

Des Weiteren fordere ich einen persönlichen Ansprechpartner.
Antworten ohne persönlichen Ansprechpartner, werden als standardisierte, Rundmails bewertet und nicht weiter bearbeitet.

Ich hätte nicht die Absicht mich auf ein weiteren Schriftwechsel einzulassen. Wer viel schreibt macht den Eindruck von Unsicherheit und bekommt viele Antworten.

Ein Eintrag bei der SCHUFA ist nur möglich, wenn man weder der ursprünglichen Rechnung, noch den beiden Mahnungen widersprochen hat, dann kann es zu einem negativen Schufaeintrag kommen.

https://openjur.de/u/121558.html

BGH 2 StR 616/12 - 5. März 2014 (LG Frankfurt a. M.) · hrr-strafrecht.de

http://juris.bundesgerichtshof.de/cg...e=dokument.pdf

Pressemitteilung Nr.*43/14 vom*6.3.2014

OLG Dresden und LG Leipzig Hier kannst du die Urteile anklicken
__________________

Musterbrief Telefonanbieter unberechtigte Forderung

http://www.vz-bawue.de/mediabig/143521A.pdf

Musterbriefe von der Verbraucherzentrale
http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/link1120905A.html

Bundesnetzagentur - Rufnummernmissbrauch
http://www.bundesnetzagentur.de/DE/S...auch-node.html

Geändert von schnippewippe (23.03.2016 um 11:35 Uhr)
schnippewippe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2016, 08:32   #7 (permalink)
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Klasse! Danke für deine Müher. Ich halte dich hier mal auf dem Laufenden
chriser55 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2016, 11:22   #8 (permalink)
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OK. Das hilft auch anderen Lesern.
__________________

Musterbrief Telefonanbieter unberechtigte Forderung

http://www.vz-bawue.de/mediabig/143521A.pdf

Musterbriefe von der Verbraucherzentrale
http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/link1120905A.html

Bundesnetzagentur - Rufnummernmissbrauch
http://www.bundesnetzagentur.de/DE/S...auch-node.html

Geändert von schnippewippe (23.03.2016 um 11:32 Uhr)
schnippewippe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2016, 09:34   #9 (permalink)
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Standard AW: centrobill/fainmount

So hier das soeben erhaltene Antwortschreiben:

__________________________________________________ __________
Sehr geehrter Herr XXXX,

wir nehmen Bezug auf Ihr Schreiben und dürfen wie folgt Stellung nehmen:

Sie haben bei unserer Mandantschaft ein Test-Angebot gebucht. Dieses Test-Angebot ver-
längert sich automatisch, wenn nicht innerhalb des Testzeitraumes die Kündigung erklärt wird.
Unsere Mandantschaft hat allerdings von Ihnen keine wirksame Kündigung erhalten, so dass
sich das von Ihnen gewählte Angebot zum Vollzugang verlängert hat.

Sie wurden auf die automatische Verlängerung bei der Eingabe Ihrer persönlichen Daten
explizit hingewiesen. Die entsprechende Verlängerungsklausel befindet sich direkt unter der
Eingabemaske.

Desweiteren wurden Sie über die Verlängerung des Angebots zum Vollzugang ausführlich in
den Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufgeklärt. Und schließlich haben Sie auch bestätigt,
die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen zu haben.

Ihren Einwand können wir aus diesem Grund nicht akzeptieren. Wir empfehlen Ihnen deshalb,
gerade im Hinblick auf die Kosten des Gerichtsverfahrens, die bisherige Forderung in Höhe von
EUR 90,45 binnen 7 Tagen nach Zugang dieses Schreibens zu bezahlen.

Nach erfolglosem Fristablauf sind wir gehalten, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlicher Empfehlung

Fairmount GmbH
__________________________________________________ ______

Ich glaube ich zeige die jetzt wirklich an.

Was soll ich darauf Antworten? AUf den Widerruf, auf Grund der nicht erhaltenen AGBs gehen die nicht ein, ebenso wie auf die Gerichtsurteile.

Gut es ist klar das die hartnäckig bleiben, jedoch habe ich für so einen Blödsinn weder Zeit noch Lust.

Soll ich noch einmal Antworten, oder direkt zum Anwalt und Anzeige erstatten?

Bitte nochmal um Meinungen

Grüße

Chris
chriser55 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.03.2016, 15:45   #10 (permalink)
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Benutzerbild von Sven1963
 
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Beiträge: 95
Standard AW: centrobill/fainmount

Mal so nebenbei. Ist der erste Kontakt von Fairmount per Brief oder auch nur per Mail erfolgt.
Solange nur was per Mail kommt würde ich überhaupt nicht regieren.
Auch wenn Mails von einem Anwalt kommen sollten, nicht regieren.
Mails haben vor Gericht keine Beweiskraft. Also erst würde ich nur die Füße still halten, erst wenn der gelbe Brief vom Gericht kommt, was ich nicht glaube, muß du tätig werden.
Die wissen genau, das sie damit nicht durch kommen.
Sven1963 ist offline   Mit Zitat antworten
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