AW: Zeitschriften Abzocke über PVZ Pressevertriebszentrale Stockelsdorf
Hallo,
ich möchte von einem ähnlichen Fall berichten
es war spät abends - ich ging mit meinem betsen Freund durch die Stadt und wir wurden von einer Frau Mitte 20 (ohne irgendeine Identifikationsmarke oder Ähnliches) angesprochen - ob wir denn über 18 seien
wir sagten beide natürlich ja
Die Frau begann dann uns zu erzählen das eine Testaktion laufen würde, bei der Jugendliche getestet werden sollen ob sie sich an Liefertermine halten und man diese Ergebnisse mittels Befragungskarte am ende von 2 Monaten evaluieren sollte.
Mein Freund hatte kein Interesse (wäre auch doof da wir uns eine WG teilen). Da die Frau jedoch meinte sie bräuchte noch eine Unterschrift um dann Feierabend zu machen und auch versicherte das man nochmal angerufen wird nach ein paar Tagen, wo man sich wieder herausnehmen lassen könne, willigte ich ein mir das näher anzuhören.
Es wurde also gesagt:
- das man die "Bild am Sonntag" 2 Monate lang testen solle
- man die Zulieferung am Ende bewerten soll
- man in den nächsten Tagen noch angerufen wird, wo man sich wieder aus der Liste nehmen lassen kann
- gar kein Abo abgeschlossen wird, da sie nicht dafür zuständig seien, und sich wenn dann ein anderer Betrieb darum kümmert und man wenn man das Abo haben wollte sogar noch gesondert sich mit diesem Betrieb in Verbindung setzen soll (VSR Verlag Service GmbH)
- es kam sogar noch der Hinweis von ihr das sie sich rechtlich strafbar machen würde, wenn sie mir etwas Falsches erzählen würde
gut nach all dem war ich beruhigt und ich wollte ihr einfach ihren Feierabend gönnen da es schon langsam dunkel wurde
also holte sie einen recht bunten Zettel heraus
oben 6 Zeitungen zum Ankreuzen (Bild am Sonntag nicht dabei) -> oben in der rechten Ecke steht mit Kugelschreiber geschrieben Bams - (was wohl Bild am Sonntag heißen soll - ohne Preis und natürlich nicht zum ankreuzen - bis ich eben beim googeln die Abkürzung gesehen hatte, dachte ich es ist der Nachname der Frau damit am Ende des Tages die Unterschriften gezählt werden können oder so...)
wenn den Zettel wer kennt ->
"Ja, ich möchte 2 Monate kostenlos sowie weitere 12 Monate gegen Rechnung (die 6 Zeitungen zum ankreuzen) erhalten. Dabei kann ich jederzeit zum nächsten Beszugsende abbestellen. Hören Sie nichts von mir, möchte ich das Abo weiter beziehen."
Dort machte ich kein Kreuz - womit für mich klar ist das ich auch keine dieser Zeitungen (und ach keine andere) bestellen will.
Der Zettel sollte ja auch lediglich zum Sammeln der Informationen dienen.
Gut also ausgefüllt -> Name/Vorname, Straße/Hausnummer, PLZ/Ort, Geburtsdatum, Telefonnummer (die musste mein Mitbewohner eintragen da ich sie nicht genau wusste) und meine Unterschrift
Kontodaten sollte ich nicht eintragen und hätte ich auch nicht gemacht - alle anderen Angaben erschienen mir notwendig und damit war es für mich gut.
Unten gab es eine Widerrufserklärung -> da ich nichts bestellt hatte gab es für mich auch nichts zu widerrufen.
Nun ging ich also los und begab mich nach Hause mit einem Durchdruck (den ich noch habe) nach Hause - und irgendwie wurde mir dann doch etwas komisch dabei - aber noch dachte ich mir nichts dabei.
Gut dann bekam ich tatsächlich einen Anruf ein paar Tage später.
Eine Frau war am Telefon und wollte wissen für welche Zeitung ich mich denn entschieden hätte (offensichtlich war es wohl nicht so gut das ich keine angekreuzt hatte für die Leute) und ob meine Adresse richtig sei.
Ich sagte das ich mich für keine Zeitung dort eigentlich entschieden hätte und das ich aus der Liste wieder gelöscht werdne möchte da ich es mir anders überlegt hätte - Die Frau meinte noch okay. Und damit endete das Gespräch und die Sache war für mich erledigt, da dies der Anruf war der mir angekündigt wurde.
Nun gut also dachte ich nicht mehr daran.
Am Freitag nun kam ein Brief bei mir ins Haus von der VSR Verlag Service GmbH - mit einer Anschrift für Anliegen an die PVZ Pressevertriebszentrale - beides in Stockelsdorf.
"Vielen Dank für Ihre Zeitschriftenbestellung ... beliefern Sie mit Ihrer Zeitschrift Bild am Sonntag Heft-Nr. 53/2009, das am 03.01.2010 erscheint. ...
Vereinbarungsgemäß erhalten sie eine Gutschrift in Höhe von 12,00 Euro.
...
Zum Ausgleich der Abonnementgebühren erhalten Sie nach der ersten Heftlieferung eine Rechnung.
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Herzlichst
Ihr Lieferservice frei Haus"
Interessant ... Ein Abo das ich nie abgeschlossen habe und was auf dem Zettel (wo ich nichtmal etwas angekreuzt habe) überhaupt nicht erwähnt wurde.
Ich habe also gleich eine Email geschrieben an das PVZ, dass ich kein Abonement (Angabe der Kunden-Nummer) bestellt hätte und das ich darum um die Löschung des Auftrags und Löschung meiner personenbezogenen Daten bitte, sowie um eine Rückantwort mit der Bestätigung - Bisher habe ich nur eine automatische Email-benachrichtigung das die Mail angekommen ist und sich jemand darum so schnell wie möglich kümmern wird.
zusammengefasst:
-habe nichts unterschrieben das ich ein Abo einer Bild am Sonntag will (oder einer anderen Zeitung)
-Zeuge war dabei
-habe nun dennoch nen Abo (das ich nicht bezahlen werde und nach Möglichkeit noch vor Empfang der ersten Lieferung auch abbrechen werde)
Ich werde im Verlauf der nächsten Woche noch einen Brief an die PVZ (Einschreiben) und eventuell an die Axel Springer AG (Bild am Sonntag) schicken. Werde dazu nach Möglichkeit bald hier Bericht erstatten.
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