AW: Urteil /Radarwarnern in Deutschland verboten
Ok, für mich selbst und alle anderen, die ich kenne, ist und bleibt es dann quälend, wenn ich 100%ig weiß, daß die befahrene Strecke zu denen gehört, die eigens zum Zwecke der Abzocke geschaffen wurden und nach menschlichem Ermessen ansonsten kein zwingender Grund für ein Limit besteht. Bin ich dagegen irgendwo fremd, so kenne ich in der Regel den Grund für ein Tempolimit nicht und muß mich daran halten, da führt kein Weg dran vorbei.
Die idiotischen Discoraser hat es leider schon vor 50 Jahren gegeben und die werden trotz ihrer häufig mit Todesfolge verursachten Unfälle nie aussterben.
Das ist denn auch in der amtlichen Statistik sehr gut nachzuvollziehen, wenn man sich mal die Unfälle nach Arten und Altersgruppe anschaut. Hierbei machten die Alleinunfälle der 18-24 jährigen Fahrer einen unverhältnismäßig großen Anteil unter den entsprechenden aller Altersgruppen aus (allerdings kann ich rückwirkend nur die Zeit von etwa 1976-ca. 1988 einigermaßen gut beurteilen, da ich hier für den Bereich Straßenverkehrsunfallstatistik im Statistischen Landesamt mit verantwortlich war).
Eine statistisch begründete Aussage über Unfälle durch zu schnelles Fahren generell betrachte ich dagegen mit absoluter Skepsis. Das hat folgende Gründe: Die im Rahmen der Statistik zu bearbeitenden und zu signierenden (heute sicher direkt einzugebenden) Kopien der Unfallanzeigen waren mit Angaben zur Unfallursache und zur Unfallart zu versehen. Die Unfallursache „nicht angepaßte Geschwindigkeit, Ursache Nr. 13)“ wurde eigentlich generell eingetragen, wenn es sich nicht gerade um einen Unfall im ruhenden Verkehr (z.B. beim Ein- oder Ausparken) handelte. Die jeweilige Unfallart konnte dabei z.B. „Auffahrunfall“, „Einbiegen/Kreuzen-Unfall“ oder wie oben dargestellt „Alleinunfall (also gegen einen unschuldigen Baum brettern)“ sein.
Wie gesagt, die „nicht angepaßte Geschwindigkeit“ als Unfallursache neben der eigentlichen Unfallart stand eigentlich fest (wenn sich das Fahrzeug langsamer oder gar nicht bewegt hätte, wäre er ja schließlich gar nicht passiert) und man konnte, was sehr oft von den Interpreten der Statistik gemacht wurde, den Schluß ziehen, daß einfach nur „zu schnell gefahren“ würde. Wobei auch derjenige, der Schrittempo fährt und trotzdem auf seinen abrupt bremsenden Vordermann auffährt, seine Geschwindigkeit letztlich nicht angepaßt hat.
Gruß
manafraid
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